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EVO erwirbt weiteren Entsorgungsspezialisten

EVO erwirbt weiteren Entsorgungsspezialisten

„MDW Muldendienst West GmbH“ künftig Teil der EVO-Gruppe / Alle 50 Beschäftigten werden übernommen

Hand drauf – sie freuen sich über die Einigung: EVO-Technikvorstand Dr. Kurt Hunsänger, MDW-Geschäftsführer Harald Osterhagen, Rahel Osterhagen, Frassur-Geschäftsführer Christian Meret, Maurice Osterhagen, Roberto Vimercati Sanseverino (MDW), EVO-Vorstandsvorsitzende Heike Heim (von links nach rechts).

Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) hat einen weiteren Entsorgungsspezialisten erworben. Nach Worten von Heike Heim, der EVO-Vorstandsvorsitzenden, ist dieser Tage ein entsprechender Kaufvertrag mit der „MDW Muldendienst West GmbH“ unterzeichnet worden. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt wird zum 1. Januar 2015 an eine EVOTochter übergehen, den Entsorgungsbetrieb „FRASSUR GmbH“ mit Sitz in Mörfelden-Walldorf.

Die „MDW Muldendienst West GmbH“ wurde 1982 gegründet und beschäftigt rund 50 Mitarbeiter. Das Unternehmen mit seinem Jahresumsatz von rund sechs Millionen Euro betreibt Recycling-Anlagen und bietet einen Container-Service für Gewerbe und Privatkunden an. Zum Fuhrpark gehören 23 Fahrzeuge, darunter sind Container- und Winterdienstfahrzeuge sowie Kehrmaschinen. Außerdem erstellt die MDW Abfallkonzepte, übernimmt Vorfeldtransporte auf dem Frankfurter Flughafen und hat sich einen Namen

bei der Sanierung von Altlasten und der Aufbereitung von Wertstoffen gemacht. Zu den Kunden zählen etwa die Stadt Maintal, die Fiat AG, der Industriepark Hanau-Wolfgang, die Hafenbetriebe der Stadt Frankfurt und die WISAG Gebäudetechnik Hessen.

Wie die EVO-Vorstandsvorsitzende Heim weiter berichtete, wird der Betrieb unter dem bisherigen Namen fortgeführt. Alle 50 Beschäftigten würden übernommen, der Betriebsstandort an der Frankfurter Intzestraße bleibe erhalten. Heim wies darauf hin, dass die MDW die bisherige Angebotspalette der FRASSUR sinnvoll ergänzt. Mit dem Ausbau der Entsorgungssparte wolle die EVO-Gruppe ein weiteres Wachstumsfeld etablieren.

Nach Worten des MDW-Geschäftsführers und bisherigen Mitinhabers Harald Osterhagen „haben wir mit der EVO-Gruppe/FRASSUR einen strategisch passenden Käufer gefunden, der den zukünftigen Herausforderungen in der Entsorgungswirtschaft gerecht wird“. Osterhagen zeigte sich von dem nachhaltigem Konzept und der Strategie der EVO-Gruppe überzeugt: „Durch den Zusammenschluss ergibt sich für die MDW und deren Mitarbeiter eine langfristige Perspektive“, sagte Osterhagen, der auch weiterhin als MDWGeschäftsführer tätig sein wird.

Die EVO hatte die FRASSUR GmbH vor rund zweieinhalb Jahren erworben. Diese Firma sammelt unter anderem Gewerbemüll in der Rhein-Main-Region ein. Ein großer Teil dieser Abfälle wird ins Offenbacher Müllheizkraftwerk der EVO gefahren und dort verwertet. „Durch die Neuerwerbung können wir unsere Wertschöpfungskette rund um die Abfallverwertung erweitern und die Kapazität unseres Kraftwerks langfristig auslasten“, führte der EVOTechnikvorstand Dr. Kurt Hunsänger aus.

Inklusive der Neuerwerbung beschäftigt die FRASSUR rund 100 Mitarbeiter und unterhält 50 Fahrzeuge. Die umgesetzte Müllmenge betrage rund 350.000 Tonnen im Jahr, sagte Dr. Hunsänger weiter. Der Gesamtumsatz der FRASSUR beläuft sich ihm zufolge auf rund 21 Millionen.

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